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Vermessung
Wird schon wieder vermessen? Jeder Vermesser kennt die Frage, meist gibt es in der Kürze der Zeit für die Fragenden eine nette Antwort, die aber die Gründe - warum schon wieder vermessen wird - nicht hinreichend erläutert.
Allgemein wird davon ausgegangen, dass Informationen vorhanden sind, wenn sie benötigt werden. Dazu gehören auch Geodaten, also Informationen die verortet werden können und die in einer Karte oder digitalen Grafik gespeichert werden. Die Bereitstellung von Geodaten obliegt zunächst den Ländern, die Topografische- und Katasterkarten bereitstellen. Aber auch andere öffentliche und private Institutionen erzeugen Geodaten.
Veränderungen führen zu Vermessungsarbeiten
Durch entsprechende Grafische Informationssysteme können Geodaten miteinander verschnitten und dargestellt werden. Es ist dabei zu beachten, dass die Geodaten zueinander passen. So können veraltete Daten nicht nur ein schlechtes Bild abgeben, sondern auch negative Folgen für den Nutzer dieser Informationen haben. Die Geodaten sind auch in einem einheitlichen Bezugssystem zu führen.
Der Vermesser hat daher die Aufgabe aktuelle Geodaten zu erzeugen oder vorhandene Daten zu überprüfen oder zu verbessern. Grundlegend ist daher das Bezugssystem - das Lage- und Höhennetz - zu pflegen. Darauf aufbauend erfolgen die weiteren, teilweise sehr detaillierten, Vermessungsarbeiten.
Veränderungen führen daher zwangsläufig zu Vermessungsarbeiten. So sind z. B. bei Straßenbauarbeiten vorab Sicherungspunkte für das Lagenetz einzurichten und die neue Straßentrasse abzustecken. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist das Lagenetz wieder herzustellen und der neue Straßenbestand aufzumessen.
Aufgaben bei der Stadt
Im Bereich Vermessung wird als Kernaufgabe die Bestandsvermessung der städtischen Straßen und Grünflächen durchgeführt. Daneben gehören Absteckungen für Bauvorhaben der Stadt und die Vermessung des Kanalnetzes dazu. Grundsätzlich wird bei allen Vermessungsarbeiten die Höhe, im Bezugssystem NN, mitgeführt.
Die Ergebnisse der Bestandsvermessungen werden in der Stadtkarte dokumentiert und stehen für Planungs,- Bau- und Unterhaltungsvorhaben, soweit vorhanden auch für Belange der Bürger, Wirtschaft und Verwaltung zur Verfügung.
Im August 2012 wurde das Bezugssystem der Stadtkarte Verden umgestellt. Die Stadt folgte damit dem Land Niedersachsen, das bereits 2011 das Bezugssystem für die Landeskartenwerke und die Katasterkarte nach ETRS89/UTM (Europäisches Terrestisches Referenzsystem 1989/Universale Transverse Mercatorprojektion) gewechselt hat. Die Transformation aller Geodaten der Stadt soll im Sommer 2013 abgeschlossen werden.
Unter "Dokumente" kann ein Auszug aus der Stadtkarte Verden eingesehen werden. Es handelt sich um den Straßenbereich Am Allerufer zwischen Conrad-Wode-Straße und Ziegeleistraße. In der einen Datei sind zusätzlich die Vermessungspunkte mit Punktnummer und Höhe gespeichert.
Grenz- und Gebäudevermessungen werden von der Stadt nicht durchgeführt. Dies ist eine hoheitliche Aufgabe des Landes Niedersachsen. Grenz- und Gebäudevermessungen dürfen nur von einer amtlichen Vermessungsstelle, Katasteramt oder öffentlich bestellter Vermessungsingenieur(ÖbVI), durchgeführt werden.
