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Der Prozess um den Synagogenbrand in Verden am 9. November 1938

Do, 28.10.2021, 18:00 - 20:00 Uhr
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Mit der Zerstörung der Verdener Synagoge in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde der verbliebenen jüdischen Gemeinde ihr religiöses und soziales Zentrum genommen. Nachdem sie die Kosten für diesen verbrecherischen Anschlag selbst begleichen mussten, erlitten die Mitglieder der Gemeinde weitere Ausgrenzungen, schließlich, sofern sie sich nicht durch Flucht entziehen konnten, Deportation und Ermordung.
Eine strafrechtliche Ahndung wurde bereits 1945 von der britischen Militärregierung eingeleitet. Sie gipfelte in der Anklage, nun vor einer deutschen Spruchkammer, gegen den Handwerksmeister und Feuerwehrhauptmann Johann Hagemann, der "als Brandmeister der Feuerwehr der Stadt Verden das von anderen nicht ermittelten Tätern angelegte Feuer nicht nur nicht bekämpfen ließ, sondern durch seine Tätigkeit erst so in Gang brachte, dass das Gebäude zerstört wurde."
Johann Hagemann entzog sich seiner Verhaftung durch Flucht, so dass der Prozess in seiner Abwesenheit stattfand.
Obwohl die Zeugenaussagen ein Bild der Urheberschaft und der Ereignisse jener Nacht ergaben, war die Schuldfrage nach Ansicht des Gerichts nicht eindeutig geklärt.
Die Umstände rund um den Prozess geben einen lebendigen Eindruck von den schwierigen Verhältnissen in der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Die Aussagen des Staatsanwalts und der Zeugen werden von Mitgliedern des Dokumentationszentrums vorgetragen.

Rubrik
Lesung/Literatur

Veranstaltungsort
Schwurgerichtssaal des Landgerichts
Johanniswall 6,
27283 Verden, Verden (Aller)
Veranstalter
Dokumentationszentrum Verden im 20. Jahrhundert
Holzmarkt 13, 27283 Verden
Kontaktdaten
Telefon: 04231 9281553
E-Mail:
Homepage: www.doz20-verden.de
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