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"Das perfekte Pferd? Pferdebeurteilung im Wandel der Zeit"

Do, 27.06.2019 - So, 20.10.2019
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Auch die Pferdewelt ist von Moden, Trends und Schönheitsidealen beeinflusst. Die Ausstellung „Das perfekte Pferd?“ im Deutschen Pferdemuseum zeigt, wie und zu welchem Zweck die Menschen von der Antike bis zur heutigen Zeit immer wieder Kriterien zur Beurteilung von Pferden gesucht und gefunden haben.

Alle heutigen Pferde – vom Schulpony bis zum Hochleistungssportpferd - sind das Ergebnis einer Evolutionsgeschichte, die seit Millionen von Jahren andauert. Seit Beginn der Domestikation vor etwa 5.000 Jahren nimmt der Mensch Einfluss auf die Entwicklung des Pferdes. Er züchtet und selektiert nach unterschiedlichen Gesichtspunkten und für verschiedene Anforderungen.

Anhand von Gemälden, Graphiken und Skulpturen zeichnet die Ausstellung die Geschichte der Pferdedokumentation und –beurteilung nach und stellt dar, wie sich über die Jahrhunderte diverse Schönheitsideale gebildet haben und welche Maßnahmen teils ergriffen wurden, um diesen gerecht zu werden.

Heutzutage sind Pferde in Deutschland vor allem als Sport- und Freizeitpartner bekannt. Bis in die 1960er Jahre hinein aber waren sie als Zug-, Reit- und Tragtiere wirtschaftlich und militärisch von entscheidender Bedeutung. Die verschiedenen Nutzungen erforderten unterschiedlichste Anforderungen an Körperbau und Temperament. Um Pferdekäufer und –besitzer bei der Bewertung zu unterstützen, entstanden seit der Antike unzählige Ratgeber mit Theorien und Maßstäben zur Pferdebeurteilung. Das Wissen half beim Pferdekauf die Tricks so genannter „Rosstäuscher“ zu entlarven und die tatsächlichen Eigenschaften des Pferdes richtig einzuschätzen.
Parallel dazu entwickelte sich eine systematische Pferdebeurteilung im Rahmen der Zucht. Mit ihrer Hilfe erfolgt die züchterische Selektion. Durch die Auswahl von Tieren mit möglichst optimalem Exterieur und Interieur für den jeweiligen Verwendungszweck können Zuchtziele erreicht oder Rassestandards erhalten werden.

Die Beurteilungslehre von Pferden hat sich immer wieder gewandelt, beeinflusst von Entwicklungen in Humanmedizin und Technik. Von der antiken Viersäftelehre über Proportionslehren, methodischen Messungen bis hin zur genomischen Selektion mit genetischen Analysen: Die Methoden der Pferdebeurteilung spiegeln jeweils den Geist ihrer Zeit.

Abhängig von den Sehgewohnheiten änderten sich auch die Schönheitsideale im Laufe der Zeit: Vom „barocken Typ“ über das Englische Vollblut bis hin zur aktuellen Warmblutzucht lässt sich der Wandel der Pferdetypen nachvollziehen. Ausgeprägte Ramsköpfe zum Beispiel, die im 18. Jh. an europäischen Fürstenhöfen als besonders schön galten, sind heute dem „Kindchenschema“ gewichen – die Köpfe sind kleiner, mit zierlichem Kiefer, großer Stirn und großen Augen.

Das Streben nach dem Ideal hält bis heute an. Doch, hat die jahrhundertelange Suche am Ende zu einer einheitlichen Vorstellung von dem „perfekten Pferd“ geführt? Als Ausklang stellt die Ausstellung die persönlichen Lieblingspferde verschiedener Menschen vor. Pferde unterschiedlichster Rassen, Farben, Staturen, Charaktere und Verwendungen. Pferde, die alle ihre ganz besondere Geschichte haben und die für eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Pferd stehen. Pferde, die allesamt perfekt sind. Jedes auf seine ganz eigene Weise.

Die Sonderausstellung ist vom 27. Juni bis zum 20. Oktober 2019 Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr zu sehen. Mehr Infos zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter www.dpm-verden.de

Rubrik
Ausstellungen

Veranstaltungsort
Deutsches Pferdemuseum
Veranstalter
Deutsches Pferdemuseum e.V.
Holzmarkt 9
27283 Verden
Kontaktdaten
Telefon: 04231 807-140
E-Mail:
Homepage: www.dpm-verden.de

Plakat zur Ausstellung
Plakat zur Ausstellung

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