Bürgermeister

Rathaus_Turm_Giebel © Stadt Verden (Aller), Fotograf Frank Pusch

Die Bürgermeistersprechstunde von Herrn Brockmann findet am 04.03.2021 zwischen 16:00 und 17:00 Uhr statt. Bürgermeister Brockmann ist in dieser Zeit unter Telefon 04231/12-211 zu erreichen. Herr Brockmann bittet Bürger, ihre Anliegen, wenn möglich, per E-Mail unter lutz.brockmann@verden.de mitzuteilen.

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Schwangerschaftskonfliktberatung / Schwangerschaftsabbruch

Allgemeine Informationen

Sind Sie ungewollt schwanger geworden? Bringt die Schwangerschaft Sie in eine Konfliktsituation? Stehen Sie vor der Entscheidung, ob Sie ein (weiteres) Kind bekommen können oder möchten? Sie brauchen Beratung und Unterstützung? Hier finden Sie erste Informationen über solche Angebote in der Stadt Verden (Aller).

Ein Schwangerschaftsabbruch ist die vorzeitige Beendigung einer Schwangerschaft. Die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch fällt den wenigsten leicht. Neben medizinischen Aspekten sind auch persönliche, ethische und rechtliche Fragen von Bedeutung. Einen Schwangerschaftsabbruch nennt man auch Abtreibung.

Wer sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, muss gesetzliche Regelungen und Fristen einhalten (siehe unten). Zuerst muss die Schwangerschaft nachweisbar sein. Dazu genügt meist ein positiver Schwangerschaftstest.

An wen muss ich mich wenden?

Um einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, benötigen Sie einen Beratungsschein von einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle. Nicht alle Beratungsstellen können einen Beratungsschein ausstellen. Nachfolgend aufgeführt sind anerkannte Beratungsstellen im Landkreis Verden, die einen Beratungsschein ausstellen dürfen.

 

Frauenberatung Verden e.V.

Grüne Straße 31

27283 Verden

Telefon: 04231 85129

E-Mail: info@frauenberatung-verden.de

 

Diakonisches Werk des Ev.-luth. Kirchenkreises Verden

Hinter der Mauer 32

27283 Verden

Telefon: 04231 800430

E-Mail: dw.verden@evlka.de

 

Bitte informieren Sie sich ausführlich, aber prüfen Sie stets die Seriosität und Unabhängigkeit Ihrer Informationsquellen. Detaillierte Informationen zum Beratungsschein, dem Beratungsgespräch, Themen der Beratung und zu den Fristen finden Sie z.B. unter www.familienplanung.de.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Bitte erkundigen Sie sich bei der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle, wenn Sie dort einen Termin vereinbaren.

Welche Gebühren fallen an?

Die Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs mit ärztlich festgestellter medizinischer oder kriminologischer Indikation werden von der gesetzlichen Krankenversicherung (oder der Beamtenbeihilfe) vollständig übernommen. Private Krankenkassen haben bisher in der Regel nur die Kosten von Abbrüchen aufgrund medizinischer Indikation erstattet. Ob sie dies auch bei kriminologischer Indikation tun, muss im Einzelfall geklärt werden.

Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch ohne medizinische oder kriminologische Indikation müssen Sie selbst tragen. Wenn Ihr monatliches Nettoeinkommen unter 1.258 Euro liegt und auch kein kurzfristig verwertbares Vermögen vorhanden ist, können Sie gemäß §§ 19f. Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Übernahme der Kosten stellen. Die Einkommensgrenze erhöht sich um 298 Euro für jedes minderjährige Kind, das mit im Haushalt lebt (Bedürftigkeitsgrenze in dieser Höhe ist gültig bis 30. Juni 2021).

Welche Fristen muss ich beachten?

Schwangerschaftskonfliktberatung / Darstellung der Fristen

 

Straflos nach § 218a StGB ist der Schwangerschaftsabbruch bis 12 Wochen nach Empfängnis, also 14 Wochen nach dem 1. Tag der letzten Periode. Vor jedem Abbruch muss eine Schwangerschaftskonfliktberatung bei einer staatlich anerkannten Beratungsstelle erfolgen. Danach sind 3 Tage Wartezeit bis zum Tag des Abbruchs Pflicht.

Rechtsgrundlage

Nach geltendem Recht ist der Schwangerschaftsabbruch gemäß § 218 Strafgesetzbuch grundsätzlich rechtswidrig. Er bleibt jedoch auf der Grundlage der sogenannten Fristen- und Beratungsregelung unter bestimmten Bedingungen straffrei. Außerdem ist ein Schwangerschaftsabbruch bei Vorliegen einer medizinischen Indikation möglich. Das ist auch so, wenn eine kriminologische Indikation vorliegt, d.h. wenn die Schwangerschaft auf eine Vergewaltigung oder einen sexuellen Missbrauch zurückzuführen ist. In beiden Fällen ist der Abbruch dann ausdrücklich nicht rechtswidrig.

Was sollte ich noch wissen?

Für die Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs gibt es unterschiedliche medizinische Methoden, von denen heutzutage meist zwei zur Anwendung kommen:

 

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch

Eine Schwangerschaft kann ärztlich begleitet mit Medikamenten abgebrochen werden. Dies ist bis zum Ende der 7. Schwangerschaftswoche möglich. Ein medikamentöser Abbruch dauert mehrere Tage.

 

Der operative Schwangerschaftsabbruch

Er wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt. Nach dem Eingriff ist nur eine kurze Ruhephase nötig, bis die Praxis wieder verlassen werden kann. Der operative Abbruch kann in einer kurzen Vollnarkose oder in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

 

 

Wer führt den Eingriff durch?

In der Beratungsstelle werden Ihnen ärztliche Praxen in Ihrer Nähe genannt, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen.

 

In Verden (Aller)  ist dies die

Aller-Weser-Klinik

Eitzer Straße 20,
27283 Verden (Aller)

https://www.aller-weser-klinik.de/

 

Einen Überblick finden Sie auf einer Liste, die die Bundesärztekammer (BÄK) auf ihrer Internetseite zur Verfügung stellt: http://www.bundesaerztekammer.de. Suchen Sie nach „Liste nach § 13 SchKG online”

Auf Ihren Wunsch muss Ihnen Ihr_e Ärzt_in Gelegenheit geben, noch einmal über Ihre Beweggründe für einen Schwangerschaftsabbruch zu sprechen. Über die Bedeutung und den Ablauf des Eingriffs, seine Folgen, Risiken und möglichen Auswirkungen muss eine ärztliche Aufklärung erfolgen.

 

Weitere Informationen sowie ein Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft (auch in Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurmandschi, Polnisch, Russisch, Somali und Türkisch) ist auf der Internetseite des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung über den nachfolgenden Link im Download erhältlich:

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