Sie sind hier: Rathaus » Was erledige ich wo?

Namensänderung

Ansprechpartner/in
Silke PehlingStandort anzeigen
Rathaus Ritterstraße, Zimmer R 129 // EG
Ritterstraße 10
27283 Verden (Aller)
Telefon: 04231 12-260
Telefax: 04231 12-205
E-Mail:
Julia FuhrmannStandort anzeigen
Rathaus Ritterstraße, Zimmer R 128 // EG
Ritterstraße 10
27283 Verden (Aller)
Telefon: 04231 12-263
Telefax: 04231 12-205
E-Mail:

Allgemeine Informationen

Es gibt verschiedene Arten der Namensänderung.

Ob und in welcher Form im jeweiligen Fall eine Namenserklärung bzw. Namensänderung möglich ist, muss im Einzelfall durch die zuständige Stelle geprüft werden.

Namensrechtliche Erklärungen sind grundsätzlich unwiderruflich.


Namensführung in der Ehe nach deutschem Recht

Bestimmung eines Ehenamens:

Man kann bei der Eheschließung einen Ehenamen bestimmen. 
Dieser kann einer der Geburtsnamen der Ehepartner oder der zum Zeitpunkt der Erklärung über die Bestimmung des Ehenamens geführte Name der Frau oder des Mannes sein. 
Sollten Sie bei der Eheschließung keinen Ehenamen bestimmen wollen, so kann dies auf Wunsch ohne zeitliche Befristung auch noch später erfolgen.


Hinzufügung (Doppelname):

Der Ehegatte, dessen Geburtsname nicht Ehename wird, hat die Möglichkeit, durch Hinzufügung seinen Geburtsnamen oder den Namen, den er bis zur Eheschließung führt, dem Ehenamen voranzustellen oder anzufügen. 
Diese Erklärung kann jederzeit widerrufen werden. Eine spätere erneute Hinzufügung ist dann nicht mehr zulässig.


Wiederannahme eines Namens:

Wenn Ihre Ehe rechtskräftig geschieden oder Ihr Ehegatte verstorben ist, können Sie den vor der Eheschließung geführten oder Ihren Geburtsnamen wieder annehmen.
 

Namensführung in der Ehe nach ausländischem Recht

Der Name einer Person unterliegt dem Recht des Staates, dem die Person angehört. 
Die Namensführung bei Verlobten, welche die gleiche Staatsangehörigkeit besitzen, erfolgt nach deren nationalem Heimatrecht. 
Haben die Verlobten verschiedene Staatsangehörigkeiten, kann das Recht eines dieser Staaten gewählt werden. 
Sollte eine Person seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, so kann auch deutsches Recht gewählt werden.


Namensänderung für Kinder

Es gibt verschiedene Formen der Namensänderung, für die jeweils eigene Vorschriften gelten. 
Welche Form möglich ist, hängt von der Familiensituation des Kindes ab. 
Es ist daher immer ratsam, sich vorab mit uns in Verbindung zu setzen.


Namensänderung nach dem Namensänderungsgesetz
(Behördliche Namensänderung)

Eine Namensänderung von Vor- und Familiennamen ist bei deutschen Staatsangehörigen nur im Ausnahmefall möglich, um durch den Namen entstehende Unannehmlichkeiten zu beseitigen. 
Es muss ein wichtiger Grund bestehen, der eine Namensänderung rechtfertigt. 

Dieser wichtige Grund muss im Einzelfall von uns geprüft werden. 
Aus diesem Grunde ist eine persönliche Beratung vor Antragstellung erforderlich. Bitte vereinbaren Sie für diese Beratung vorher telefonisch einen Termin.


Vornamen-Sortiererklärung

Sie können die Reihenfolge Ihrer Vornamen ändern, wenn Sie Ihren Namen nach deutschem Recht führen. 
Dazu ist die Beurkundung einer Erklärung zur Reihenfolge der Vornamen im Standesamt erforderlich. 

Damit haben Sie die Möglichkeit Ihren gebräuchlichen Vornamen an die erste Stelle zu rücken, um zu verhindern, dass etwa Banken, Versicherungen oder Fluggesellschaften, den bisher an erster Stelle stehenden aber im täglichen Leben ungebräuchlichen Vornamen verwenden.

Einzige Ausnahme: Bei Vornamen mit Bindestrich wie Karl-Heinz oder Lisa-Marie muss die von den Eltern bestimmte Reihenfolge beibehalten werden. 
Änderungen der Schreibweise oder das Hinzufügen oder Weglassen von Vornamen ist auch weiterhin nicht gestattet.


Namensangleichung bei ausländischen Namen

Sie sind Deutsche oder Deutscher geworden (z.B. durch Einbürgerung) und führen Ihren Namen nach Ihrem früheren ausländischen Heimatrecht? 
Dann können Sie Ihre Namen an das deutsche Namensrecht angleichen.

Sie können z.B.:

  • Bestandteile des Namens ablegen, die das deutsche Namensrecht nicht vorsieht (z.B. Vatersnamen, Mittelnamen)
  • aus einer Namenskette oder mehreren Eigennamen Vor- und Familiennamen bestimmen
  • bei Fehlen von Vor- oder Familiennamen einen solchen Namen wählen
  • die ursprüngliche Form eines nach dem Geschlecht oder dem Verwandtschaftsverhältnis abgewandelten Namens annehmen
  • eine deutschsprachige Form Ihres Vor- oder Familiennamens annehmen. Gibt es keine deutschsprachige Form, können Sie sogar neue Vornamen annehmen
An wen muss ich mich wenden?

Wenn Sie in Verden (Aller) wohnen, kann die Erklärung bei uns im Standesamt in Verden abgegeben werden. 
Das Standesamt leitet die Erklärung dann ggf. an das zuständige Standesamt weiter. Erst, wenn die Erklärung beim zuständigen Standesamt eingeht, wird diese wirksam.

Zuständiges Standesamt ist:

  • bei Ehegatten: das Standesamt des Eheschließungsortes
  • bei Kindern: das Standesamt des Geburtsortes
Welche Unterlagen werden benötigt?

Es werden verschiedene Unterlagen benötigt. Setzen Sie sich bitte vorab mit dem Standesamt in Verbindung.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen Gebühren an. Die Höhe der Gebühren erfragen Sie bitte vorab im Standesamt.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Namenserklärung wird mit Entgegennahme durch die zuständige Stelle wirksam.

Wird die Namenserklärung bei einer unzuständigen Stelle abgegeben, wird sie erst wirksam, wenn sie der zuständigen Stelle (der Eheschließung bzw. des Geburtsortes) zugegangen ist.

Rechtsgrundlage
  • §§ 1355, 1616 bis 1618 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Art. 10. Abs. 2 und 3 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche (EGBGB)
  • §§ 41, 42 und 45 Personenstandsgesetz (PStG)
  • § 45a Personenstandsgesetz (PStG) 
» zurück ...